Was Unternehmer erfolgreich macht: das Erfolgsrezept von Schwarzenegger & Co

Kennen Sie die Arnold Schwarzeneggers Biographie? Ein sehr lesenswertes Buch, sehr zu empfehlen! Schwarzenegger beschreibt darin seinen Weg zum Welterfolg. Erst vor kurzem sagte er in einem Interview, das einzige was er noch erreichen wollte, was ihm aber aufgrund seines Geburtsortes verwehrt sei, ist amerikanischer Präsident zu werden. Und es gibt wohl nicht wenige, die ihm das zutrauen würden, wenn er bloss dürfte.

Schwarzenegger beschreibt in diesem Buch seine Ausgangsposition in Puch bei Graz, einem kleinem Ort, der damals noch nicht einmal asphaltierte Strassen hatte. Es gab dort nicht viel, aber Klein-Arnold bekam ein Heft in die Hand über die grosse Karriere von Johnny Weismüller aus dem damaligen Österreich-Ungarn in die Hand, der als erster Mensch die 100 Meter unter 1 Minute geschwommen war und als Tarzan eine bis dahin beispiellose Filmkarriere machte. Das, so befand Klein-Arnold, sollte sein Vorbild sein!

Von Anfang an wollte er Filmstar werden, und in der Nachfolge Johnny Weismüllers schien ihm eine Karriere als Body Builder machbar. Das war sein Weg nach Hollywood, sein Ziel von Anfang an. Und diesem Ziel ordnete er alles unter. Er trainierte weiter, wenn die anderen aufhörten. Er brach sogar in der Nacht das Schloss zum Trainingsraum im Keller des Stadions auf, nur um weitertrainieren zu können. Und als er es geschafft hatte und mehrmals weltbester Body Builder geworden war, wurde auch sein Filmtraum, inzwischen war er in die USA übersiedelt, wahr.

Sein Englisch war aber so schlecht, dass ihn die Regisseure in seinen ersten Filmen synchronisieren liessen. Das schmerzte ihn so sehr, dass er jeden Cent zusammensparte um sich Englisch-Kurse leisten zu können, später auch ein Wirtschaftsstudium. Den Rest brauche ich nicht zu erzählen, der ist bekannt genug.

***

Im Jahr 1999 verbrachte ich mit meiner Familie einen längeren Aufenthalt in Kalifornien. Am Whale Watching Point in Point Reyes am Indischen Ozean trafen wir Kevin O’ Connell. Er verkaufte Kaffee aus einem Wohnwagen: „Oh, you are from Austria? I have an Austrian friend“ begann er die Unterhaltung, „His name is Arnold Schwarzenegger. Do you know him?“ Natürlich wussten wir, wen er meinte, und er erzählte weiter. Er betrieb damals das „Gym“, in dem Schwarzenegger trainierte. Schwarzenegger war mit nur wenigen Dollars in der Tasche angekommen und lebte sehr sparsam. So sparsam, dass er sich von seinen neuen Freunden gerne einladen liess. Er war – ich denke Schwarzenegger wäre mir nicht gram – ein „Schnorrer“.

Eines Tages liess sich Schwarzenegger von seinen Freunden die Gegend zeigen wo die Super-Reichen in Santa Barbara wohnen. „Hier werde ICH wohnen“ verkündete er grossmäulig, so O’ Connell. Ein schallendes Gelächter und dauernde Hänseleien seiner Body Builder Freunde war die Folge.

Kevin O’ Connell erzählt das ohne Bitterkeit und Neid, wie das vielleicht hierzulande der Fall wäre. Nein, er bewundert Schwarzenegger und gönnt ihm, dass er es geschafft hat. Er selbst fand ja bloss Zuflucht in seinem Kaffeeausschank-Wohnwagen, nachdem er sein Gym schliessen musste weil einer der Body Builder, die bei ihm trainierten infolge der massenhaften Metabolica – damals waren die Folgen noch nicht so bekannt – gestorben war.

***

Was hatte Schwarzenegger richtig und was hat O’ Connell falsch gemacht?

Arnold Schwarzenegger

  • hatte einen Traum; aber nicht nur das, sein Traum war in jede Phase seines Körpers übergegangen, und er hatte alles und jedes diesem Traum untergeordnet.
  • blieb konsistent; er änderte sein Ziel nicht als er Misserfolge einstecken musste.
  • er suchte gezielt jene Personen, die seinem Ziel nützlich sein konnten und liess die „Nai Sayers“, wie die Amerikaner sagen, links liegen.

Kevin O’ Connell

  • hatte kein grosses Ziel vor Augen; ihm genügte es, Eigentümer eines kleinen „Gym“ zu sein.
  • baute kein passives Einkommen auf, wie es etwa Tantiemen aus Filmen und Büchern sind, er blieb in seinem Gym, und wenn er einmal nicht konnte, lag der Betrieb still. Er war ein klassischer Selbständiger, kein Unternehmer, auch wenn er sich vielleicht so fühlte.

***

Vor kurzem lernte ich einen Vollblutunternehmer kennen. Als ich ihm von „passivem Einkommen“ erzählte, das ich in meinem Geschäft aufbaue, verstand er sofort. Er selbst hatte als Prokurist und Unternehmenssanierer gutes Geld gemacht bis er fand, dass es wohl besser wäre für sich selbst als für andere zu arbeiten. Er etablierte ein Sonnenstudio. Seine Freunde und Kollegen aus dem Geschäft lachten ihn aus und warnten ihn, dass das sicherlich schief gehen würde.

Die erste Woche nach der Öffnung war ein Zittern, und es schien als ob die Lacher Recht behalten würden. Aber als er in der zweiten Woche zu seinem Geschäft kam, traute er seinen Augen nicht, dass gezählte 38 Leute sich anstellten um einen Platz auf der Sonnenbank zu bekommen. Da wusste er, dass er einen Trend der Zeit getroffen hatte.

Sein kleines Sonnenstudio-Imperium wuchs mit der Zeit auf zehn Standorte, und wieder agierte er unternehmerisch. Anstatt nostalgisch an seinen Studios zu hängen verkaufte er eines gegen sehr gutes Geld an einen Supermarkt, der seinen Standort unbedingt haben wollte. Damit baute er seine Villa im Nahbereich der Stadt aus, kaufte die Nachbargrundstücke dazu, erwarb eine Wohnung am Semmering und am Wörthersee und geniesst sein passives Einkommen aus den restlichen neun Studios, die alle schon Geschäftsführer haben, die ihn von der täglichen Arbeit freispielen. Und er ist, wie die Amerikaner sagen, ein „product of the product“: sonnenstudio-gebräunt, Polo Shirt, Sneakers. Er verkörpert was er verkauft.

Warum ich das erzähle? Weil beide Beispiele zeigen was wichtig ist: ein starker, fester Traum, volle Identifikation und unternehmerisches Denken mit dem Ziel passiven Einkommens statt einer Selbständigen-Einstellung, die immer nur (Lebens-) Zeit gegen Geld verkauft.

Wenn Ihnen meine Blogbeiträge gefallen abonnieren Sie sie bitte und empfehlen Sie sie weiter: FOLLOW Button rechts unten

***

Zum Nachlesen und Nachschauen:

In einer kurzen Video-Sequenz stellt Arnold Schwarzenegger seine Success Rules vor:https://youtu.be/KeXTrT4s_uk

Schwarzenegger’s lesenswerte Biographie:http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453640586/toptwo0

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s