Mehr „Endocannabinoide“ ins Leben!

Unlängst habe ich eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Eines morgens hatte ich Null Bock auf irgendwas. Ich war schlicht antriebslos, man könnte auch sagen: leicht depressiv.

Zum Glück hat mir meine Frau den Tipp gegeben – eigentlich hätte ich es selbst wissen sollen -, dass Omega 3 Fettsäuren wie „Hirnschmalz“ wirken, also den Neuronen gut tun sollen. Die Omega 3 Fettsäuren finden sich, wie ja inzwischen ziemlich allgemein bekannt, in Speiseölen, aber ganz besonders in fettem Fisch. Nun, ich esse keinen Fisch, so wie auch sonst nichts, das mich „anschaut“. Aber ich habe Omega 3 in Kapseln zuhause.

Ich nahm gleich eine Hand voll – und siehe da, meine depressive Stimmung war beinahe im Nu verflogen. Das hat mich einigermaßen erstaunt, und ich hätte nicht weiter darüber nachgedacht, wenn ich nicht kurz darauf beim Medizinalhanf Kongreß in Wien überraschenderweise die wissenschaftliche Bestätigung dafür erhalten hätte!

Das Zauberwort heißt ENDOCANNABINOIDE!
Lesen Sie weiter bis zum Schluß, die Überraschung Nr.2 kommt erst dann!

Cannabinoide sind Bestandteile der Cannabispflanze – einer wegen ihrer in hohen Dosen psychotropen Eigenschaft diskriminierten Heilpflanze, die wunderbare medizinische Eigenschaften hat. Unverantwortlich übrigens, dass sie immer noch von den meisten Regierungen auch für den medizinischen Gebrauch verboten ist. Nur Extrakte sind allgemein erlaubt, die keine die Sinneswahrnehmung beeinträchtigenden Wirkungen haben. Nur leider, sind sie dann auch wesentlich weniger medizinisch wirksam als die gesamte Pflanze mit vollem Wirkungssprektrum.

Nun zum Zauberwort „Endocannabinoid-System“. Unser Körper kann Cannabinoide nämlich auch selbst herstellen. Das wird dann mit dem Zusatz „Endo“ ausgedrückt und meint ein komplexes, uns angeborenes Regelungssystem. Die Zellen in unserem Körper haben sogenannte Rezeptoren, die jeweils nur bestimmte Stoffe in die Zelle einschleusen. Zur Erinnerung: Die Zellen sind komplexe Gebilde, in denen sich Myriaden von Vorgängen abspielen, die erst unser Leben ermöglichen, und wir haben rund 80 Milliarden solcher Zellen. Eine recht junge Entdeckung sind die Rezeptoren für die Cannabinoide. Circa je 1000 (!) davon haben bestimmte Zellen, insbesondere im Gehirn, aber auch rund um unsere inneren Organe, vereinzelt bis in die Beine.

rezeptorenWozu haben wir solche „breiten Eingangstore“ in unsere Zellen, auch wenn wir nicht seit der Vertreibung aus dem Paradies Cannabis rauchen? Das wird doch wohl einen Grund haben, oder?

Eine der Antworten ist: weil die Omega 3 Fettsäuren aus den Fischen und aus bestimmten Pflanzenölen – also bestimmte Nahrung – genau diese Rezeptoren ansprechen. Aber wozu? Die weitergehende Antwort ist daher: bestimmte Bestandteile dieser Nahrungen, die später Endocannabinoide genannt wurden und die eben auch, und zwar in großem Ausmaß in der Heilpflanze Cannabis enthalten sind, regulieren unsere innere Balance, unseren Hormonhaushalt! Viele davon kennen wir, zum Beispiel

 

glueckshormone

  • Serotonin, das Hormon, das uns Selbstvertrauen gibt,
  • Oxytocin, für Bindung, Vertrauen,
  • Melatonin, für Erholung,
  • Norephedrin, für unsere Begeisterungsfähigkeit,
  • Endorphin, den Schmerzkiller,
  • Acetylcholin, das unsere Aufmerksamkeit steigert.

Alles das brauchen wir für unser Wohlbefinden, und zwar in einer genau abgestimmten Menge, in Balance. Wenn eines oder mehrere davon fehlen, gibt es eine Gegenreaktion, die die richtige Balance –Homöostase genannt – wieder herstellen soll. Nur leider funktioniert das nicht immer so perfekt, zB dann, wenn die Imbalance zu groß ist oder zulange andauert.

Das passiert, wenn wir uns falsch ernähren, oder wenn wir in einer potentiell lebensfeindlichen Umwelt leben mit Umweltverschmutzung, mit Strahlenimmission, oder wenn wir von negativen Menschen umgeben sind, wenn wir uns kränken und wenn wir verletzt werden. Die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt, heißt Epigenetik, mit der sich nur wenige Unternehmen beschäftigen, die auch Produkte dazu erzeugen.

cannabpid-homoeostaseDie Folge der Imbalance ist dann, daß wir uns nicht mehr wohl fühlen, nicht mehr gut drauf sind, depressiv werden. Und bei lang andauernder Imbalance werden wir krank. Wenn wir das bemerken ist es vielfach schon zu spät und wir werden reif für die Reparaturmedizin, die die Symptome zu beheben versucht, oft genug erfolglos.

Zurück zur Frage, wieso die Zellen aufnahmebereit sind für die Stoffe, die unsere Balance herstellen, die Cannabinoide, wenn wir doch normalerweise kein Cannabiskraut zu uns nehmen und auch nicht täglich Fisch essen?

 

Die sensationelle Antwort ist:
Wir können sie auch selbst herstellen!
Womit? Mit allem, was unser Wohlbefinden auf natürliche Weise hebt,

  • durch Lieblingsmusik hören, egal welche, wir müssen sie nur wohltuend empfinden,
  • durch ein Lächeln, das uns geschenkt wird oder das wir schenken
  • durch Naturerlebnisse, Wandern in Wäldern umgeben von Terpenen aus den Bäumen,
  • durch Tanzen, durch Gehen und Bewegung, die uns nicht außer Atem bringt,
  • durch Streicheleinheiten, die wir empfangen oder geben, durch Wohlfühl-Massage,
  • durch „in den Himmel schauen“, Wolken beobachten,
  • durch Erlebnisse, die uns begeistern,
  • durch Abschalten, ganz bei uns sein, Meditieren *)

Ist das nicht wunderbar? So einfach könnte es sein – und wie oft lassen wir uns das entgehen? Ergänzen können wir diese wunderbar einfachen Rezepte dann immer noch mit den Omega 3 Fettsäuren und den Heilwirkungen der Cannabis-Pflanze.

QuelleDr. Tanja Bagar, Mikrobiologin und Dozentin an der Alma Mater Europea Universtität, Cannabis-Forscherin vom Icanna-Institut aus Slowenien. Nachzuhören in englischer Sprache auf Youtube.

*) Suchen Sie sich doch ein Meditations-Zentrum in Ihrer Nähe, meines in Wien heißt Misho-an. Wenn Sie googlen werden Sie bestimmt fündig!

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