Ein unsichtbarer Schwall von Leid

Diese Zahlen haben mich soeben erschüttert: Allein in unserem kleinen Österreich werden im Jahr 90.702.000 Hühner, 5.063.000 Schweine, 680.000 Rinder, 173.000 Schafe und 13.000 Ziegen geschlachtet, das heisst umgebracht (2019). „Verbraucht“ – was für ein hässliches Wort! – wurde mehr, denn zur Zahl der Hühner sind noch die Importe von mehr als 25% dazuzuzählen. Wie viel das pro erwachsenem Österreicher ist, wage ich gar nicht auszurechnen.

Warum bedrückt mich diese Zahl?

Nach buddhistischer Weltsicht – und ich neige dazu sie für wahrscheinlich zu halten – gehen die Lebensäusserungen „fühlender Wesen“ nicht verloren, sondern sind in einem naturwissenschaftlich noch nicht erforschten Speicher, dem Alaya, für alle Zeiten aufgehoben. Fühlende Wesen sind, so steht es beispielsweise im 2000 Jahre alten Diamantsutra, alle Wesen, „ob aus einem Ei oder aus einem Schoß geboren, aus Feuchtigkeit oder durch wundersame Verwandlung entstanden, mit oder ohne Form, mit Denkfähigkeit oder ohne Unterscheidungsfähigkeit“.

Wer fühlt, hat Gefühl. Wer Gefühl hat, hat Angst und Panik, insbesondere wenn er in die Enge, in die Ausweglosigkeit angesichts seines nahenden Todes gebracht wird. Und das wird wohl auch auf Hühner, Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen zutreffen – ein unfassbarer, unsichtbarer Schwall von Leid, der sich da entlädt! Und dass die Menschen, die diese Tiere dann essen, deren Panik-Hormone mit-essen ist nur ein weiterer, erschütternder Aspekt: Was macht das mit diesen Menschen? Was macht das mit der gesamten Erde?

Deswegen bin ich momentan bedrückt.

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